Nightingale (bf_nightingale) wrote in detectives_club,
Nightingale
bf_nightingale
detectives_club

  • Mood:
  • Music:

Schwarze Nemesis I - Smaragdener Fluch - Kapitel 17

Uuund ein weiteres Kapitel für heute Abend:


Titel : "Schwarze Nemesis I - Smaragdener Fluch"
Kapitel : 17
Autor : Nightingale
Pairing : Kaito x Conan/Shinichi
Rating : PG-14
Wortanzahl: 1.823
Warnungen: dark, lime, nach wie vor erste Fic...
Disclaimer: Die wundervollen Figuren aus "Detektiv Conan" und "Kaitou Kid" gehören noch immer ihrem Erfinder Aoyama Gôshô, zwitscherte der kleine Vogel auch weiterhin unermüdlich.





Grün schimmerte die kristallene Flüssigkeit, umschlossen von gläsernen Wänden. Ein Grün, so schillernd wie ein lupenreiner Smaragd, eine tödliche Schönheit, der Fluch, der auf drei so jungen Menschen lastete.
Daneben leuchtete in aggressiven Farben das Mittel, in das zumindest zwei von ihnen so lange ihre Hoffnungen gesetzt hatten: Rubinrot, die Gegenfarbe des Gifts, als ob ihr Kampf nicht nur auf rein molekularer Basis stattfände, sondern auch für das Auge gut sichtbar ihre Gegenpole demonstrieren müssten.
Vorsichtig hob eine kleine behandschuhte Hand mit geübten, aber dennoch ungewohnt ehrfürchtigen Bewegungen das Reagenzglas, um den kostbaren Inhalt vorsichtig in drei kleine gläserne Gefäße, nicht größer als Likörgläser, zu gießen, keinen Tropfen vergeudend.
Schweigend betrachteten acht Augenpaare das rote Gegengift.
Was wenn es nicht wirken würde?
Wenn all ihre Hoffnungen vergeblich gewesen waren?
Ai und Agasa hatten die Formel in Rekordzeit berechnet und das Mittel entwickelt, doch sie hatten bisher keine Gelegenheit gehabt, es zu testen.
Woran auch?
Die Wirksamkeit war vielleicht rein theoretisch, doch keiner wollte zögern oder gar länger warten, zu lange hatten sie schon auf diesen Augenblick warten müssen! Die schwarze Organisation zerschlagen, das Gegenmittel in ihren Händen, und die Sehnsucht, endlich wieder ihre normale Gestalt annehmen zu können...
Nach einem kurzen gegenseitigen Zunicken und bestätigenden Blicken, führten die Kinder ihr Glas an die Lippen... und tranken den Inhalt in einem Zug aus.


Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten!
Fast synchron fassten sich die drei an die Brust, plötzlich stark schwitzend, ihr Herz rasend, immer schneller und schneller und schneller, bis es ihr Trommelfell zu zerreißen drohte. Wimmernd krümmten sie sich auf dem Boden, die langen Bademäntel völlig durchnässt, bis der erste schließlich seinen Schmerz laut hinausschrie.
Dann folgten ihm die anderen.


"....nichi...... ....Shinichi....."
Shinichi schien zu schweben...
...völlig schwerelos auf einem dunklen See, unter einem dunklen Himmel, nur umgeben von einer angenehm warmen Nässe, ungestört in völliger Stille.
...wenn nicht diese leise Stimme wäre, die so fern und doch hartnäckig seinen Namen rief...
Wessen Stimme war das?
Sie kam ihm so bekannt vor...
...und sie rief ihn mit einer solchen Sehnsucht..., und er stellte fest, dass auch er diese Sehnsucht erwiderte.
Neugierig schwebte er den fernen Klängen entgegen, wer mochte das nur sein...?
Und dann... Licht!
Nicht viel, erst nur zwei schmale Schlitze, doch diese ungewohnte Helligkeit reichte vollkommen aus, um ihn zu blenden, und diese Schlitze wurden immer breiter, bis er sich bewusst wurde, dass es sein eigener Körper, seine Lider waren, die diese Veränderung herbeiführten. Mit einem Schlag wurde er sich auch der Müdigkeit bewusst, die diese Bewegungen verursachten, doch die Neugierde war stärker, und er kämpfte dagegen an.
Als seine Augen schließlich offen genug waren, konnte er nur Nebel erkennen, wenn auch in unterschiedlichen Farben. Ein besonders großer und heller Fleck schwebte direkt vor ihm, er konzentrierte sich, um darauf zu fokussieren, ...und blickte ihn sein eigenes Spiegelbild!


Es war nicht genau sein Ebenbild, dieser Shinichi war jugendlich, kein Kind wie er es war, und lächelte ihn warm an, mit klaren leuchtenden blauen Augen, als ob man darin versinken könnte, ein Teich ohne Boden...
Die Erinnerung durchzuckte ihn wie ein Blitz!
"Kaito..."
Es kam wie ein Hauch über seine Lippen, verwundert, als ob er die neue Situation noch immer nicht erfassen konnte, und erschrocken, als er seine eigene jugendliche Stimme wiedererkannte, doch Kaito lächelte ihn weiter - nun sichtlich erleichtert - an, bis er sein gewohntes Grinsen wiederfand:
"Na das hat aber lange gedauert!", griente er ihn gespielt beleidigt an, doch seine ehrliche Fröhlichkeit machte diesen Versuch sofort zunichte.
Erstaunt betrachtete Shinichi seine Hände, lange schlanke Finger an schmalen Knöcheln lugten unter den Ärmeln des Bademantels hervor, sie bewegten sich, als er an sie dachte, waren Teil seines Körpers. Ein schönes Gefühl. Sein Bewusstsein hatte diese Gestalt schon beinahe vergessen...
Erstaunt blickte er zu seinem Freund auf. Auch er hatte wieder seine ursprüngliche Größe angenommen, und dieser Körper war Shinichi bisher fremd gewesen. Neugierig sog er jedes Detail an ihm auf, als sehe er ihn zum ersten Mal. Auch Kaito hatte einen schlanken Körperbau, doch wirkte er nicht ganz so zierlich wie er selbst, soweit er es an den Konturen des Frotteemantels erkennen konnte, schmal, aber gut durchtrainiert, mit einer makellosen weißen Haut und endlos langen Beinen, die vom Stoff nicht ganz bedeckt wurden.
"Ich liebe dich!", sprach Shinichi beinahe erleichtert die Gefühle aus, die in diesem Moment seinen Körper durchfluteten.
Kaito lächelte ihn zärtlich an, seine Augen ein blaues Feuerwerk der Freude, als er ebenso leise antwortete:
"Ich dich auch."
Langsam näherten sich ihre Gesichter aufeinander zu, die Lider halb gesenkt..., bis Shinichi einfiel, dass sie nicht alleine waren!
"Was ist mit Ai?", rief er erschrocken. Das Mädchen hatte er ganz vergessen!
Als sein Blick auf die zwei übrigen Personen im Raum fiel, musste er feststellen, dass dort kein Mädchen mehr, sondern eine hübsche junge Frau auf dem Boden lag, halb von Agasa gestützt, der gerade leise mit ihr sprach. Der junge Mann konnte die Worte nicht verstehen, doch Kaito erklärte ihm, ebenfalls auf die zwei Wissenschaftler schauend, die Situation.
"Sie ist auch eben gerade aufgewacht. Bei mir hat es nicht so lange gedauert, aber der Professor meint, dass das vielleicht damit zusammenhängt, dass ihr für eine längere Zeit Kinder wart als ich. Möglicherweise haben eure Körper dabei Abwehrkräfte entwickelt, die die Rückverwandlung erschwert hat."
Ai sah zwar blass aus, aber sonst schien es ihr gut zu gehen, nur die Erschöpfung auf ihren Zügen war offensichtlich.
Als Shinichi versuchte aufzustehen, schnitt er eine Grimasse. Auch er fühlte deutlich die Schwäche in seinen Gliedern, es war, als ob er eine Woche lang durchgezecht hätte und jetzt den Kater ertragen müsste! Ein durch und durch unangenehmes Gefühl, hauptsächlich aber deswegen, dass ihn gerade ein putzmunterer Kaito Kuroba bei seinen Bemühungen breit grinsend beobachtete!
Stimmte ja. Beim ersten Mal, als er wieder groß wurde, war es auch nicht so schlimm gewesen, obwohl er krank war, fiel dem jungen Detektiv zähneknirschend ein. Trotzdem, es war eine Frage des Prinzips!
"Wisch dir das Grinsen aus dem Gesicht und hilf mir lieber!", knurrte er den Schwarzhaarigen vor sich an, "Ich habe den Eindruck, ich hätte ein ganzes Fass Sake intus, aber dir scheint es prima zu gehen!"
"Dir helfen? Aber gerne!"
Die Antwort fiel etwas anders aus als erwartet, der junge Zauberer überschlug sich auf einmal vor lauter Hilfsbereitschaft, lüstern grinsend wie ein sehr glückliches Honigkuchenpferdchen!
Schlimmes ahnend schaute Shinichi an sich herunter... und erstarrte!
Der Bademantel, den er sich vor der Rückverwandlung angezogen hatte, um nicht seine Kleider zu sprengen, war zuerst viel zu groß für den kleinen Körper gewesen, doch jetzt hatte er versäumt das Kleiderstück geradezurücken, der Stoff schlotterte nun lose um seine Taille, nur gehalten durch einen sehr locker geschnürten Gürtel, und zeigte beeindruckend viel Haut!
Während seine Wangen einen sehr gesunden Rotton annahmen, beeilte sich der junge Mann unter dem enttäuschten Seufzer seines Freundes das Versäumte nachzuholen.
Wie peinlich!
Doch viel beunruhigender war die leise Stimme in seinem Inneren, die ihm beharrlich zuflüsterte, dass die Röte in seinem Gesicht nicht einzig der Tatsache zuzuschreiben war, dass er gerade halbnackt gewesen war, sondern vielmehr, dass Kaito ihn dabei gesehen hatte! Und genau das löste in ihm ein bisher unbekanntes Kribbeln auf seiner Haut aus...
Statt darüber nachzudenken, konzentrierte er sich voll und ganz darauf endlich aufzustehen. Dass seine Muskeln dieses Mal seinen Befehlen schon viel leichter gehorchten ließ ihn aufatmen. So langsam verflog das Schwächegefühl, das war ein gutes Zeichen.
Ai schien es ähnlich zu gehen, sie hatte sich schon mit der Hilfe des Professors auf die Couch gehievt, wo sie auf den weichen Polstern thronend den beiden Jungs zulächelte.
Aus ihr war eine schöne junge Frau geworden, wie Shinichi bewundernd bemerkte. Hochgewachsen, eine schlanke Figur, lange Beine und mit ansehnlichen weiblichen Rundungen, soweit er es unter dem Bademantel beurteilen konnte. Und sie hatte früher als er daran gedacht, ihre Blöße zu verhüllen, stellte er etwas betreten fest.
Noch etwas schwach auf den Beinen trat er zu seiner Freundin heran.
"Ai...", sprach er sie unsicher an. Wie würde ihr Verhältnis jetzt zueinander sein, da sie beide groß waren und die Angst vor der Organisation sie nicht mehr miteinander verband? Doch das blonde Mädchen lächelte ihn nur auf ihre typische kühle Art an.
"Shiho.", sagte sie nur.
"Äh, was?" Shinichi blinzelte verwirrt, was ihr Lächeln nur breiter machte:
"Ich heiße Shiho. Miyano Shiho, schon vergessen? Haibara Ai gibt es ab jetzt nicht mehr, Kudô Shinichi."
Ihr Gesichtsausdruck gab dem jungen Detektiv Rätsel auf. Ihre Augen schillerten seltsam als sie ihn lange anblickte, beinahe traurig, und ihr Lächeln wirkte auf einmal auch nicht mehr so unnahbar wie er es gewohnt war, sondern freundlich... warmherzig...? Hatte sich mit ihrer Größe und ihrem Namen auch ihr Inneres verändert? Oder war sie schon immer so gewesen und er hatte es nur noch nie bemerkt...?
Schließlich lächelte er erleichtert zurück, als er endlich antwortete:
"Du hast Recht. Also Shiho!"
Zwar hatte sie ihm ihren Namen einmal genannt, aber bis heute hatte sie immer den Namen Ai bevorzugt, als ob sie mit dem falschen Namen auch ihre Persönlichkeit verstecken könnte, so kam es ihm zumindest gelegentlich vor. Sie hatten gemeinsam viel durchgemacht und bis vor kurzem war sie die einzige gewesen, die sein Schicksal teilte, bis er kam...
Shiho bemerkte den Blick, mit dem der junge Detektiv plötzlich Kaito verträumt von der Seite musterte und ein melancholisches Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Doch schnell hatte sie sich wieder unter Kontrolle, ihre Stimme nahm wieder den gewohnten unbeteiligten Tonfall an, mit dem sie immer ihre Gefühle unterdrückte.
"Schön, dass jetzt alles geklärt wäre. Ich gehe jetzt duschen, und ihr solltet dass auch tun! Ihr riecht beide nach Schweiß, wenn ich das mal anmerken darf. Feiern können wir später auch noch, es gibt noch immer genug zu tun!" Sprach sie und stolzierte an den beiden jungen Männern vorbei ins Bad, einen sehr verdutzten Shinichi hinter sich lassend.
Erst als sie die Badtür hinter sich geschlossen hatte und ihr durchnässter Bademantel zu Boden fiel, gestattete sie sich, eine einzelne Träne zu vergießen...


Shinichi starrte noch immer mit offener Kinnlade auf die geschlossene Tür.
"Was hat sie denn jetzt schon wieder?", verlangte er von den Anwesenden eine Erklärung, "Eben war sie doch ganz anders!" Wer verstand schon die Frauen...
Der Professor schaute betreten zur Seite und behauptete die rhetorische Frage nicht verstanden zu haben, während ihn Kaito nur unergründlich anschaute, als ob er auf eine späte Erkenntnis wartete - die allerdings ausblieb.
Schließlich schüttelte er resignierend den Kopf und zerrte seinen Freund am Ärmel Richtung Tür.
"Shinichi, du bist der beste Detektiv, den ich kenne, aber in einigen Dingen bist du ein absoluter Idiot!" Der gekränkte Angesprochene machte gerade den Mund auf um zu kontern, doch der Zauberer war schneller:
"Lass uns duschen gehen, ich fühl mich wie ein nasser Hund, und du riechst auch so!", verhinderte er eine scharfe Antwort, grinste Agasa zum Gruß noch einmal zu und schob den schmollenden Shinichi vor sich her aus der Tür.



Nächstes Kapitel



1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10
11 / 12 / 13 / 14 / 15 / 16 / 17 / 18
Tags: fanfics, kaito, shinichi
Subscribe
  • Post a new comment

    Error

    default userpic
    When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
    You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.
  • 0 comments