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Bittere Wahrheit | 1. Kapitel

Um der lieben Nighti ein wenig die Lernzeit zu versüßen, stelle ich jetzt schon das erste Kapitel rein x3
Also, viel Spaß beim Lesen und so ^^

Titel: Bittere Wahrheit
Kapitel: 1/10 + Prolog/Epilog
Rating: PG
Pairing: Hakuba Saguru/Kuroba Kaito
Warning: eigentlich keine o.O"
Disclaimer: Ehe ich es wieder vergesse -__-
Keiner der Charaktere, geschweige denn die Serie gehört mir. Somit verdiene ich Nichts, aber auch wirklich Nichts daran U__U So gern ich's auch würde... Jedenfalls liegen jegliche Recht beim Manga-ka Aoyama Gosho und nicht bei mir.


Geschockt lehnte sich der blonde Junge gegen den Baum, der gemeinsam mit einem größeren Gebüsch seinen Sichtschutz bildete, und atmete erst mal tief durch.
Was hatte er da gerade mit ansehen müssen?
Er konnte es nicht genau sagen.
Obwohl er immer sicher war, zu wissen, wer hinter KIDs Maskerade steckte, nämlich sein Mitschüler Kuroba Kaito, so war er heute umso... geschockter gewesen...
Mit was für Leuten hatte sich der Dieb bloß angelegt?
Ganz allmählich lichtete sich der Nebel auf dem Dach des Gebäudes, doch vom Dieb fehlte jede Spur...
Noch eine ganze Weile lang konnte Hakuba Saguru das relativ laute Fluchen des Killers, der mittlerweile wütend die Waffe eingesteckt hatte, hören.
Scheinbar hatte der Gute noch immer keine Ahnung von seiner Anwesenheit, was ihn doch ein wenig erleichterte...
‚Umso besser..’, dachte er dann aber arrogant und zog sein Mobiltelefon aus dem altmodischen Mantel, mit dem er seinem großen Idol Sherlock Holmes, der Romanfigur Sir Arthur Conan Doyles, nacheiferte.
Mit geschickten Fingern wählte er die Nummer der Polizei, genauer die Nakamôris, der für KID immerhin zuständig war.
Über den Dieb selbst, wo auch immer der sich gerade befand, wollte er erst später in Ruhe nachdenken, schließlich hatte er ja nicht Umsonst ein kleines Spielzeug am Rubin angebracht...
„Hier Hakuba Saguru...“, antwortete er der fragenden Stimme des Inspektors am Handy. „Kommen Sie sofort zum leerstehenden Fabrikgelände, alles weitere erkläre ich dort.“
Ohne ein weiteres Wort legte der junge Schülerdetektiv wieder auf und starrte zum regnerischen Nachthimmel.
KID war verletzt worden...
Irgendwie fiel es ihm schwer, das zu glauben. Immer war KID ihm voller Arroganz und Selbstgefälligkeit begegnet und sollte sich nun eine solche Blöße gegeben haben und womöglich schwer verletzt worden sein?
Wirklich sogut wie unvorstellbar für ihn.
Aber er würde es ja morgen früh erfahren, falls Kuroba in der Schule auftauchen würde...

Schwerfällig hievte sich Kaito aus dem Wasser, versuchte zeitgleich nicht wieder hinunter gerissen zu werden und schaffte es erfolgreich.
Ein Glück, dass er keinem Fisch begegnet war, das wäre sonst im wahrsten Sinne des Wortes sein Untergang gewesen...
Auf allen Vieren schnappte der junge Oberschüler nach Luft, versuchte seine Lungen mit dem Lebensspenden Element zu füllen, während er immer mehr den Schmerz in seinem Bein und seiner Seite spürte.
Er konnte wirklich vom Glück im Unglück sprechen, dass ihn die letzte Kugel nur an der linken Seite gestreift hatte...
Bedächtig wagte er den Versuch sich zu erheben, belastete das rechte Bein jedoch zu stark, das unter seinem Gewicht schmerzhaft wegnickte und dafür sorgte, dass er wieder am Boden hockte.
So würde er niemals hier wegkommen, zumal er ja noch immer Kaitô KID war...
Mit immer weniger werdender Kraft griff er nach seinem, vom Meerwasser und Regen durchnässten Umhang und ließ diesen einmal um sich herumwirbeln...

...bis an der Stelle, wo bis eben noch der Meisterdieb 1412 kniete, der Oberschüler Kuroba Kaito hockte und mit großer Mühe versuchte sich einen Überblick seiner Umgebung zu verschaffen.
Er war am Hafen, so viel war für ihn klar ...
Die Frage war nur, wo genau?
Hastig blickte er sich um und seufzte leicht, als er erkannte, dass er in einer Art Eckkai, ein gutes Stück von dem Industriegelände entfernt, war. Noch dazu umgeben von Treppen, die er mit Sicherheit nicht alleine hinauf schaffen würde...
‚Verdammt, musste das so schief gehen?!’, fragte er sich mit geballter Faust und rappelte sich langsam, dieses Mal wesentlich bedächtiger auf und hinkte zur hintersten Ecke des Hafenstücks, von dem er hoffte, dort nicht so schnell entdeckt zu werden.
Erschöpft rutschte er an der hohen Mauer hinunter, hinterließ eine leichte Blutspur dank seiner ohnehin schon nassen Kleidung, die langsam einen ihm zu deutlichen Rotton annahm und streckte vorsichtig das Bein aus, um es sich genauer ansehen zu können.
Obwohl von der blauen Jeans her nichts zu erkennen war, was auf eine Wunde hätte schließen können, hatte die verwaschene Hose bereits einen tiefen Ton der Farbe angenommen, die ihn immer mehr an den „July Flame“ erinnerte...
Ein dunkles Blutrot, was fühlbar sein Bein entlang floss...
‚Gar nicht gut..’, grinste er schief, atmete einmal tief durch und holte den gestohlenen Rubin hervor, der im Dämmerlicht der Laternen sanft schimmerte.
„Und das nur wegen diesem dummen Stein... Ich weiß nicht mal, ob es wirklich Pandora ist...“, flüsterte er mit leiser unterschwelliger Verzweiflung ob seiner Situation, die ihm lächerlich, eines Diebes seiner Klasse nicht würdig vorkam.
Schwach seufzend nahm er jedoch wahr, wie die Regentropfen allmählich nachließen und nach einigen Augenblicken sogar ganz verschwunden waren, während sich der Himmel langsam wieder aufzog.
Scheinbar hatte wenigstens dieser heute Gnade mit ihm...
‚Immerhin etwas..’
Kurz sah er auf den blutroten Stein in seiner Hand, welchen er nun mit der Linken in die Höhe und in Richtung des langsam wieder untergehenden Mondes hielt...
Sanft schimmerte das Mondlicht im Edelstein, bis Kaito diesen ein wenig drehte und erstarrte, als er den fremden, wesentlich helleren Lichtkegel im Stein selbst vernahm.
Erst nach etlichen Sekunden, begriff er, dass es Pandora sein musste und seufzte voller Erleichterung.
„Endlich...“, murmelte er froh, trotz seiner Lage und lächelte mild, während er den funkelnden Stein mit seiner schillernden Innenpracht, einem hellerem Rotton, als der Stein selbst, betrachtete. „Otô-san, ich habe ihn wirklich gefunden..“
Seine Stimme wurde leiser, während sich seine Lider gefährlich senkten und sein Arm wieder an seiner Seite lag, die noch immer blutete. Doch kurz bevor er das Bewusstsein verlor, hörte er plötzlich von weit entfernt Polizeisirenen, die ihn aus seinem Dämmerschlaf rissen.
Panisch sah er sich um, hatte er doch gerade das Gefühl gehabt, als wenn die Sirenen an seinem Platz vorbei gerauscht wären.
Doch nichts passierte...
Stattdessen wurden die Sirenen leiser, bis sie in der Richtung, von der Kaito vermutete, dass dort die Industriegebäude lagen, verschwanden.
Erneut seufzte er erleichtert auf, wenigstens Snake würde heute festgenommen werden können.
‚Aber ich muss hier weg..’, rief er sich ins Gedächtnis, holte sein Handy langsam hervor und wählte so ruhig es ging, die Nummer Jiis, dem ehemaligen Assistenten seines Vaters.
„Jii-Chan..?“, fragte er leise in das Mobilgerät, als die Stimme des älteren Mannes zuhören war. „Ich brauche deine Hilfe, mir ist ein wenig was schief gegangen...“
Schnell verschaffte er Jii einen Überblick des Ganzen und beschrieb ihm die Gegend, in welcher er sich befand.
„Danke. Und beeil dich bitte...“
Geräuschlos klappte er das Gerät zu und steckte es wieder ein, ehe sein Blick erneut auf den blutroten Rubin, welcher Pandora in sich trug, fiel.
Erst jetzt hatte er wirklich die Zeit den Edelstein genauer anzusehen und ein leises, sanftes Lächeln erschien auf seinen müden Zügen.
Die Arbeit war es wirklich wert gewesen...
Zart schimmerte der dunkle Rot-Ton im Licht, zerbrach dort gleichzeitig und setzte sich zu neuen, vollkommen anders wirkenden und dennoch ähnlichen Varianten zusammen.
Wenn dort nicht dieser seltsame schwarze Schimmer gewesen wäre, der zwar zum Rot passte, aber dennoch nicht dazu gehörte, hätte der Achtzehnjährige wirklich gesagt, dass der Stein perfekt wäre...
„Moment mal!“, schluckte er dann aber leicht ob eines dumpfen Gefühls und tippte mit dem Zeigefinger gegen den schwarzen Schimmer, der sich seltsamerweise als fühlbar erwies.
Genervt rollte Kaito die Augen, entfernte mit geschickten und geübten Handgriffen den kleinen Peilsender und zerstörte ihn mit einem leise hörbaren Knacken.
„Tut mir leid, Hakuba-ka. Aber so leicht, lass ich mich nicht fangen, auch wenn ich dir scheinbar was schulde...“, lächelte er siegessicher und zufrieden, ehe sich seine Welt in allumfassende Schwärze hüllte...

Leise fluchend ballte der Halbbrite die Faust, als der kleine blickende Punkt auf seinem Peilgerät plötzlich verschwand.
‚Dieser verdammte Dieb! Aber immerhin dürfte der letzte Standort noch abgespeichert sein...’
Geschickt stellte er etwas bei dem schwarzen Gerät ein und wenige Sekunden später wurde die Stelle blinkend angezeigt, bei welcher der grüne Punkt kurz zuvor verschwunden war.
Zufrieden lächelte Saguru, ließ das kleine Peilgerät in seinem Mantel verschwinden und fuhr sich kurz durch die blonden Haare, ehe er sich an Nakamôri-Keibu wandte, der schlechtgelaunt an seinem Wagen gelehnt dastand.
Da hatte es sich dieser neunmalkluge Schülerdetektiv doch tatsächlich gewagt ihn und seine Leute im Befehlston herzubestellen – Zumal es sich nicht mal um KID dabei handelte, sondern lediglich um Vier Ganoven!
Man sah Ginzô deutlich an, dass er kurz vor einem Wutausbruch stand, als der junge Oberschüler mit einem seltsam zufriedenem Gesichtsausdruck zu ihm sah.
„Was ist, Hakuba-kun?“, fragte der Keibu brummig.
Mit einem abwehrenden Lächeln hob Hakuba die Hände und schielte kurz auf einen der Männer hinter Nakamôri im Wagen.
„Ich wollte Ihnen schnell erklären, was genau nun vorgefallen war, Nakamôri-keibu.“, meinte der Junge dann gewohnt sachlich und wartete auf das Zeichen weitersprechen zu können.
„Einer der Männer hat auf KID geschossen, sogar mehrmals. Darum dachte ich, dass es Sie interessieren könnte, Keibu-san.“
Augenblicklich wurde der Inspektor hellhörig und blickte den Jungen an.
„Wie bitte?!“, pfiff er lautstark und ballte eine Faust, ohne Saguru aus den Augen zu lassen. „Wieso hast du das nicht eher gesagt? Und wo ist der Dieb jetzt?“
Innerlich belächelte der Blonde dieses Verhalten, kein Wunder, dass KID dem Keibu jedes Mal entkam...
„Kaitô KID-san ist vom letzten Dach, gleich vor dem Meer, gestürzt, als einer der Männer, sein Name ist Snake, ihn getroffen hatte. So viel ich mitbekommen habe, wurde er einmal am rechten Bein und dann an der linken Seite getroffen.“, erklärte Saguru monoton weiter, während Nakamôri ein wenig geschockter wirkte.
„KID wurde verletzt?“, fragte der Beamte unnötig nach und bekam nur ein Nicken zur Antwort. „Dann werde ich veranlassen, dass alle Krankenhäuser überwacht werden! Dieses Mal wird dieser Dieb uns nicht entkommen!“
Ein neues Feuer hatte den Inspektor erfasst, während er rasch zu seinem Funkgerät griff und einige Befehle in dieses rief.
Währenddessen sah Hakuba auf seine altmodische Taschenuhr in schlichter Goldfassung und klappte sie nach wenigen Sekunden wieder zu.
„Darf ich dann gehen, Nakamôri-Keibu?“, fragte er höflich und entfernte sich nach der kurzen Antwort des Inspektors vom Ort des Geschehens.

Mit nachdenklicher Miene folgte er dem sich nähernden Punkt auf seinem Peilgerät, während seine bernsteinfarbenen Augen die Dunkelheit zu durchleuchten schienen...
‚So wie Kuroba verletzt wurde, wird er kaum allzu weit laufen können..’, berechnete er weiter und überquerte eine Straße in Richtung Hafen. ‚Das heißt, er wird mir nicht entkommen können, falls er noch dort sein sollte...’
Ein vom Siege überzeugtes Lächeln stahl sich auf Sagurus Lippen, ehe er einen kurzen Blick auf den blinkenden Punkt warf und seine Schritte beschleunigte.
Er war ausgesprochen froh darüber, dass er in aller Heimlichkeit, selbst vor Nakamôri-Keibu, den kleinen Peilsender am Rubin befestigt hatte... Und wieder einmal zahlten sich seine Beziehungen und Kontakte zu diversen Forschern wahrlich aus.
Aber dennoch konnte er nicht klar heraus sagen, was er machen würde, falls der junge Meisterdieb tatsächlich noch vor Orte sein sollte.
Einerseits wollte er ihn festnehmen, ihn seiner gerechten Strafe zuführen, aber nachdem, was er heute gesehen hatte, bezweifelte er, dass er dazu noch in der Lage war...
‚Er ist ein Dieb und somit ein Verbrecher, mehr nicht!’, rief er sich wiederholt ins Gedächtnis und schüttelte leicht den Kopf, als er das Gesehene überdachte.
Zwar wusste er schon immer, dass KID kein normaler Dieb war, dazu hatte dieser einfach zu viel Stil und Eleganz, aber er hätte dennoch niemals gedacht, dass der sich mit solchen Leuten anlegen würde – und offensichtlich schon öfter mit ihnen zutun hatte.
Umso mehr beschäftigte ihn nun, wie es KID wohl ging...
‚Hauptsache er lebt, würde ich eher sagen..’, murrte er still vor sich hin, fasste in seine Manteltasche und zog seine Taschenuhr hervor. ‚Genau drei Uhr vierundzwanzig und siebzehn Sekunden..’
Er lächelte ironisch ob der Uhrzeit.
‚Also wird Kuroba morgen nicht erscheinen, wieder Mal..’, seufzte er enttäuscht und setzte seinen Weg fort.

Einige Momente später blieb Hakuba vor der Treppe zu einem kleinen Eckkai stehen und besah sich wiederholt die Position des Punktes auf dem kleinen Peilgerät an, welcher hektischer denn je blinkte.
‚Na also..’, lächelte er zufrieden, steckte das schwarze Gerät wieder ein und ging in kurzen Schritten die Stufen hinab, bis er den gesamten Platz überblicken konnte.
Doch niemand war da.
Fluchend ballte er wieder eine Faust und schritt missgestimmt über den kleinen Eckkai entlang, bis ihm eine Stelle ins Auge stach...
Blut klebte an der Wand und jetzt, wo er sich genauer umsah, konnte er im matten Licht der umliegenden Laternen weitere, vereinzelte Blutspuren erkennen.
Sein Blut...’, behagte es ihm überhaupt nicht, wenn er sich vorstellte, dass der junge Dieb sich hier aus dem Meer gezogen haben musste und noch dazu geflohen war.
‚Hoffentlich geht es ihm gut..’, hoffte er insgeheim und schüttelte gleich darauf ertappt ob dieses Gedankens den Kopf und ging lieber näher an die Blutspuren an der Wand heran, bei der er eine Karte gelehnt stehen sah.
„Was für ein Spiel spielst du mit mir, KID..?“, fragte er sich leise, hob die Karte auf und betrachtete sie im trüben Licht der Laternen. Es war eine schlicht weiße Karte mit wenigen Verzierungen und der typischen Karikatur des Diebes, welche ihm... fast schon ein wenig dankbar entgegen grinste.
Sichtlich verwirrt und die Worte der Nachricht leise vor sich hinmurmelnd verließ der junge Schülerdetektiv den Platz.

„Entschuldige bitte, dass du diese „Konversation“ zwischen diesem Mann und mir mit ansehen musstest, Tantei-san. Aber dank deiner Hilfe bekommt dieser Mensch nun immerhin seine gerechte Strafe, auch wenn nicht ich es sein konnte, der die Polizei verständigte.
Dennoch, auch wenn ich dir somit etwas schulde, Hakuba-kun, heißt es noch lange nicht, dass ich mich mit Hilfe eines der Art simplen Peilsenders finden lasse.
Darum bitte ich dich doch, dir für unser nächstes Treffen etwas besseres einfallen zu lassen, vorausgesetzt, du besitzt überhaupt so viel Kreativität...

Mit schönen Grüßen,
Kaitô KID“


„Dieser verdammte, arrogante Dieb!“, zischte Saguru leise und gereizt, während er das Blatt Papier mit diesen selbstgefälligen Worten am Liebsten hätte zerreißen wollen, als ihm etwas auffiel...
Über einem der Zeichen lag ein seltsamer rötlicher Schimmer, der diesem fast einen falschen Strich verpasst und ihm so eine ganz andere Bedeutung gegeben hätte.
An einer Laterne stehen bleibend, besah sich der blonde Junge die Stelle mit der Lupe, die er eigentlich immer bei sich trug, wenn es um KID ging, genauer.
Doch was er sah, gefiel ihm weniger...
„Blut...“, murmelte er lautlos und blickte ausdruckslos auf den kleinen Blutfleck in Mitten der Botschaft KIDs.
Angespannte Stille bildete sich in der Hafengegend, ehe jedoch plötzlich zwei Katzen aus einem Gebüsch sprangen und fauchend davon rannten.
Offensichtlich schienen sich die Tiere wohl nicht so zu mögen...
Erschrocken zuckte Saguru dennoch zusammen und rollte dann genervt die Augen.
Nicht nur, dass ihm dieser verdammte Dieb Sorgen bereitete... Nein, nun ließ er sich wegen diesem auch noch so sehr aus der Ruhe bringen, dass ihn zwei streunende Katzen erschrecken konnten.
Es ärgerte ihn immer mehr, dass er nie beweisen konnte, dass Kuroba und KID ein und dieselbe Person waren - immerhin wusste er es doch!
Aber nein, alle verlangten einen Beweis...
Selbst sein jüngerer Mitschüler wollte einen, obwohl dieser doch genau wusste, dass er ihn durchschaut hatte.
Seufzend ermahnte sich Hakuba zur Ruhe, diese Blöße wollte er sich nicht geben, auch wenn er alleine war..
‚Es wird Zeit, dass ich schlafen gehe.. Morgen ist Schule und dann sehe ich weiter.’, beschloss er im Stillen und setzte Kopfschüttelnd seinen Weg fort...

Erleichtert seufzte der schwarzhaarige Junge auf, als er die abklingenden Schritte seines Widersachers hörte, der allmählich aus seiner Blickweite verschwand.
Langsam ließ er sich umständlich gegen die Rücklehne der Hinterbank eines Autos sinken und zuckte leicht zusammen, als ein Stechen seine linke Körperseite durchzog.
Besorgt blickte der ältere Mann am Steuer des parkenden Autos mit Hilfe des Rückspiegels zu dem Sohn seines alten Meisters, welcher erschöpft ein Auge zugekniffen hatte und noch dazu schwer atmete.
Es war höchste Zeit, dass er eingetroffen war.
„Kaito-Sama, soll ich Sie in ein Krankenhaus bringen wegen Ihren Verletzungen?“, fragte Jii umsichtig, ehe sein junger Herr nur mit dem Kopf schüttelte und mit müdem Blick zu ihm sah.
„Fahr mich bitte nach Hause.., Jii-Chan..“
Die Stimme des Achtzehnjährigen war leise und Stellenweise brüchig, was Jii nur mehr Grund zur Sorge veranlasste, zumal sein junger Herr kaum ein Wort über das Geschehene bisher verloren hatte...
„Aber Ihre Verletzungen, Kaito-Sama..“, wollte er widersprechen, als der junge Dieb nur wieder den Kopf schüttelte und abwesend aus dem Fenster des Wagens blickte.
„Nakamôri-Keibu wird alle Krankenhäuser überwachen lassen, somit wäre es ein Leichtes für sie herauszufinden, dass ich KID bin.. Falls sie es nicht schon längst wissen, so oft wie ich Blutspuren hinterlassen habe...“, erklärte Kaito mit bitterem Unterton zum Ende hin, während er spürte, wie der Motor des Autos langsam startete und sich die Umgebung mit steigender Geschwindigkeit veränderte.
Erschöpft schloss er wieder die Augen, wollte sich eigentlich nur einen Moment lang ausruhen, versank jedoch binnen weniger Sekunden wieder in tiefster Finsternis...


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Tags: fanfics, kaito, saguru
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