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Bittere Wahrheit | Prolog

Okay, nun traue ich mich endlich den Anfang der FF hier zu zeigen ö.ö"
Lag aber auch hauptsächlich daran, dass ich einfach keinen titel gefunden habe ^^°
Aber egal, ich fang einfach mal an ^___^

Titel: Bittere Wahrheit
Kapitel: 0 bzw. Prolog von 10 + Epilog
Rating: PG-14
Pairing: wird an dieser Stelle noch nicht verraten ^^°
Warning: bissle Gewalt und Regen o.O"
Disclaimer: Keiner der Charaktere gehört mir, somit verdiene ich auch keiner Profit am Veröffentlichen dieser FF ^^° Alle Rechte liegen dummerweise, oder glücklicherweise, immer noch bei Aoyama Gosho ^^°

Edit: Ein ganz liebes Danke an Nighti fürs Aufklären mit dem Titel ^o^
Ich hab das jetzt mal so geändert, bis mir was Neues einfällt u.u°
Jedenfalls Danke schön ^.^



Laut prasselte der kalte Regen auf die rötlichen Wellendächer der umliegenden Industriegebäude.
Alle samt leerstehend und dennoch benutzt.
Lange hatte er darauf gewartet und nun hatte er endlich einen Anhaltspunkt gefunden, wo der Mörder seines Vaters war und dieses Mal würde er nicht aufgeben ohne diesen Mann ins Gefängnis geschickt zu haben! Das hatte er sich bereits zu Beginn des Regenschauers geschworen...
Mit schweren Atemzügen lehnte er sich gegen die Wand eines solchen Gebäudes, sein weißer Anzug vollkommen durchnässt ob des Regens, welcher erbarmungslos auf ihn hinabströmte, als wenn er ihn hindern wolle dies heute zu tun.
Aber KID machte sich nichts daraus, gefährlich blitzte sein Monokel auf, während sich ein siegessicheres Lächeln auf seinen Lippen befand...
Endlich hatte er diese Organisation gefunden, die seinen geliebten Vater, Kuroba Tôichi auf dem Gewissen hatte.
Der Tag seiner Rache war gekommen, ob er Pandora, den Stein der ewigen Jugend, nun gefunden hatte oder nicht...
Doch dank des plötzlichen Wolkenbruchs war der gesamte Einsatz während des Heists vollkommen nutzlos geworden. Der Nachthimmel war wolkenverdeckt, der Mond somit verschwunden.
Dennoch hatte er den schönen Rubin des heutigen Abends, den „July Flame“, noch immer bei sich, in der Hoffnung, dass sich die Wolken womöglich noch verziehen könnten...

Andeutungsweise blickte sich KID nach möglichen Verfolgern um, ohne den flüchtigen Schatten hinter den dichten Büschen hinter sich wahrzunehmen...
‚Niemand zu sehen..’, seufzte Kaito innerlich erleichtert auf, obwohl er eigentlich damit gerechnet hatte, dass zumindest sein Widersacher Hakuba Saguru, welcher unverhofft aus einem Paris-Urlaub wiedergekommen war, ihm folgen würde. ‚Aber umso besser, dann muss ich nicht darauf achten, dass jemand verletzt wird..’
Auf keinen Fall würde er zulassen, dass irgendwer wegen ihm zu Schaden kommen könnte. Immerhin war das Leben eines Menschen das kostbarste Gut schlechthin, wesentlich wertvoller, als jedes Juwel es sein könnte.
Zumindest hatte ihm das früher immer sein Vater, Kuroba Tôichi so davon erzählt...
Sein Vater...
Der einzige Grund neben dem benebelnden Gefühl der Spannung während eines Heists, dass er überhaupt als Kaitô KID stahl...
Er wollte und musste den Mörder seines Vaters endgültig festnageln!
Mit einem geschickten Sprung über zwei alte Mülltonnen, welche gleichzeitig als kleine Hilfe dienten, gelangte er geschmeidig wie eine Katze auf dem Dach eines der alten Fabrikgebäude.
Es war schäbig, hatte teils Risse oder gar Löcher und schimmelte hier und da, wie der junge Dieb mit leichtem Ekel feststellte.
Aber auch dies würde ihn nicht daran hindern, diesen womöglich letzten Heist endgültig zu beenden...
Eilig beschleunigte KID seine Schritte über das brüchige Wellendach, welches bedrohlich unter seinen Füßen knackten, als wenn es jeden Moment zusammenbrechen und ihn hinunter ziehen würde.
Doch er kümmerte sich nicht weiter drum, sondern sah stattdessen zielstrebig nach vorne in Richtung des letzten Wellendachs.
Dort hatte er sie, dank einiger kleinerer Informanten und viel Glück ausgemacht und würde sie auch mit Sicherheit dort finden – das hatte er einfach im Gefühl.
Noch immer prasselte der Regen stark auf ihn hernieder, ließ ihn nur schwer eine klare Sicht haben, ohne dass einige Tropfen von der Krempe seines blütenweißen Zylinders tropften, sich den Weg über seine müde Haut bahnten und vereinzelt über sein schimmerndes Monokel liefen...
Zudem merkte er so langsam, wie die durchnässte Kleidung ihren Tribut forderte...
Er fror allmählich immer mehr, trotz des eigentlich warmen Wetters im Monat des Rubin und hatte dank des Regens einige Sichtprobleme.
Am Ende des Daches blieb er stehen, holte sich mit Hilfe seines Nachtsichtgerätes einen Überblick der gesamten Fläche und schüttelte schwach den Kopf.
Wenn es hart auf hart käme, würde er nur eine Chance zur Flucht haben...
‚Ich hoffe, es geht gut..’, kam ihm plötzlich in den Sinn, während er sich eine feuchte Strähne seines schwarzen Haares aus dem Gesicht strich und verspürte mit einem Mal ein ungutes, ein sehr ungutes Gefühl.
Zumal er nicht sagen konnte, weshalb...

Tief atmete Meisterdieb 1412 durch, ehe er mit einem eleganten Sprung auf das nebenstehende Gebäude sprang und wiederholt katzenartig landete...
Doch das vom Regen rutschige Wellblechdach bot kaum mehr Halt, ließ ihn beim Gehen mehrmals fast den Bodenkontakt verlieren, bis er erneut stehen blieb und sich umsah.
Irgendwie hatte er das Gefühl beobachtet zu werden...
Nur konnte er nicht sagen, von was oder gar wem, bis es auf einmal zwischen zwei Gebüschen raschelte!
Erschrocken drehte sich der junge Dieb in Richtung des Geräusches um und glaubte für Bruchteile einiger Sekunden etwas Helles gesehen zu haben...
‚Ist das etwa..?!’, dachte er beunruhigt, wollte nicht, dass jemand in diese Sache hineingezogen werden würde und lauschte noch einige Momente.
Erleichtert seufzte KID auf, als keine weiteren Geräusche mehr folgten.
‚Vermutlich wohl ein Tier... Eine streunende Katze oder so...’, zwang er sich innerlich zur Ruhe und setzte seinen Weg zum letzten der Dächer fort, welches er einige Minuten später erreichte.
Erneut fielen ihm einige Regentropfen ins Gesicht, als er in einer fließenden Bewegung auf dem gewünschten Gebäude seine Füße aufsetzte und wenige Schritte nach vorne, zu einer kleinen Dachluke hin machte.
Plötzlich erklangen jedoch direkt hinter ihm schwere Schritte, die das Wellblechdach gefährlich erzittern ließen, als auch schon ein Schuss die Unwetterluft erfüllte...
Getroffen ging KID in die Knie und hielt sich die gestreifte rechte Schulter, während er zeitgleich mit dem Krachen des Himmels ein kaltes, abgebrühtes Lachen hörte.
‚Scheiße!’, fluchte der Dieb mit zugekniffenem Auge, stand langsam wieder auf und ignorierte die leichte Blutung, welche das Jackett seines Anzugs langsam in schimmernde rote Farbe tauchte.
„Snake...“, zischte er leise, mit unbekannt verächtlicher Stimmlage und drehte sich zu einem dunkelgrau gekleideten Mann um, der ihn nur hämisch angrinste und mit einer Waffe direkt auf ihn zielte.
Trotz der Beretta 92 vor Augen, bildete sich ein selbstgefälliges Lächeln auf den Lippen des verletzten Meisterdiebes. Er war sich sicher, dass wenigstens Snake im Gefängnis landen würde... Dafür würde er ihn lediglich noch ein wenig reizen müssen...
„Lange nicht gesehen, Snake..“, sagte er mit ruhiger, amüsierter Stimme und deutete eine spöttische Verneigung an.
„Ganz meinerseits, KID...“, brummte die Stimme des Organisationskillers laut, wurde jedoch vom aufkommenden Gewitter gedämpft, so dass nur der Dieb seine Stimme hören konnte. „Nur wird das hier unser letztes Treffen sein..“
Bedrohlich entsicherte Snake seine Waffe, als er sah, wie KID die Hände gelangweilt in die Hosentaschen steckte und das Monokel gefährlich auffunkelte.
„Ich stimme dir zu, dass dies unser letztes Treffen wird...“, lächelte der junge Dieb weiterhin geheimnisvoll und hoffte, dass sein Gegenüber ihm jetzt glauben würde. „Nur mit dem Unterschied, dass es nicht so kommt, wie du denkst, sondern so wie ich es mir erhoffe...“
Leise, selbst für den anderen nur schwer zu hören, lachte KID selbstherrlich auf, als er den blutroten Edelstein aus der rechten Hosentasche holte und ihn direkt in Snakes Richtung hielt.
„Siehst du den hier?“, fragte er mit spöttischem Unterton, während der kalte Regen weiterhin unermüdlich auf sie hernieder prasselte. Aber es kümmerte den jungen Dieb nicht, nicht heute...
Nicht am ersehnten Tag seiner Rache.
Snakes Blick zog sich zu Schlitzen zusammen. Er verstand, worauf Kaitô KID hinaus war. Dieser Schuft konnte niemals den Stein haben, nachdem seine Organisation schon seit Jahrzehnten suchte!
„Du bluffst, Dieb.“, murrte er missgelaunt und drängte ihn einige Meter an den Rand des Daches, so dass dieser nun endgültig in die Enge getrieben war. „Du bist uns lang genug auf der Nase herum getanzt, auch wenn du ja offensichtlich nicht der Alte bist. Der müsste immerhin dank mir tot sein...“
Hämisch lachte der Killer auf, während das Lächeln auf dem Gesicht Kaitos, sowie das spielerische Schimmern seiner Augen langsam verschwand.
Nichts blieb, außer gefährlicher Ruhe und Ernsthaftigkeit...

Snake stutzte, als er die Veränderung an dem weißgekleideten jungen Mann vernahm.
Was war auf einmal mit KID los?
Er entschloss ein wenig vorsichtiger zu sein. Offensichtlich hatte der Dieb ja eingesehen, dass dies hier kein simples Spiel mehr war...
Dennoch haftete sein Blick weiterhin an dessen rechter Hand, in welcher noch immer der Rubin, „July Flame“, ruhte.
„Wenn du uns den Stein gibst, überlege ich mir vielleicht sogar dich weniger schmerzhaft sterben zu lassen, KID!“, rief er laut und wartete eine Reaktion des Jüngeren ab.
Doch dieser zeigte sich nicht beeindruckt. Stattdessen war sein Gesichtsausdruck noch immer die Ruhe selbst und zierte höchstens ein wenig Langeweile von dieser Konversation.
„Tut mir leid, aber ich habe andere Dinge mit diesem schönen Stein vor, anstatt ihn euch zu überlassen.“, antwortete er emotionslos, vollkommen anders, als noch vor wenigen Minuten, während ein lauter Groll erklang und helle Blitze am Himmel zuckten...
Nun reichte es dem Killer.
Eine Wutader entstand auf seiner Stirn, während er den Finger in sekundenschnelle um den Abzug legte und mit einem fast schon genüsslichen Gesichtsausdruck abdrückte!
Nur mehr durch Glück als etwas anderem gelang es dem jungen Dieb noch rechtzeitig auszuweichen und verhinderte so, dass nichts Empfindliches getroffen wurde.
Dennoch keuchte er schmerzerfüllt auf, als er aufstehen und das rechte Bein belasten wollte...
‚Verdammt!’, fluchte er innerlich, ging zeitgleich mit einem unheilverkündenden Donner in die Knie und beobachtete, wie dunkles Blut aus der Wunde quoll und den weißen Stoff allmählich tiefrot färbte.
Zumal sich noch dazu eine gefährliche Taubheit um die Stelle herum ausbreitete, was ihm die unschöne Bestätigung gab, dass es sich wohl um einen Durchschuss handelte...
Etwas, was er im Moment absolut nicht gebrauchen konnte.
Hastig suchten die Augen des Meisterdiebes nach der Kugel und fanden sie tatsächlich nur wenige Zentimeter von sich entfernt auf dem Dach liegen...
„Wie du siehst, hast du jetzt einen Fehler begangen, Dieb!“, schrie Snake wütend und wollte erneut einen Schuss ablassen, als ein sirrendes Geräusch die Luft durchschnitt und die Waffe aus seiner Führhand glitt.
„Pah! Getroffen oder nicht, ein Dieb meiner Klasse gibt nie so schnell auf!“
Endlich war wieder die gewohnte Arroganz zuhören, als KID die Cardgun senkte und langsam, bedächtig darauf sein rechtes Bein nur gemindert zu belasten, aufstand.
Ein kurzer Blick nach hinten bestätigte allerdings sein ungutes Gefühl.
Er hatte nur eine Chance zur Flucht, wenn er hier lebend herauskommen wollte – was er nun mal wollte!
Doch der pochende Schmerz des getroffenen Beines machte ihm schnell klar, dass er Snake weit unterlegen war und so kaum eine Chance hatte...
‚Was soll ich jetzt machen..? Zwar ist die Schulter halb so schlimm... Aber das Bein schmerzt und ich kann kaum laufen...’, suchte er fieberhaft nach einer Lösung und versteckte den Rubin erst mal in der Brusttasche seines royalblauen Hemdes, während der dunkelgekleidete Killer sich wieder gefangen und zur Überraschung KIDs die Waffe in die andere Hand genommen hatte.
„Im Gegensatz zu dir, habe ich immer die Kontrolle über meine Waffe!“, erklärte der Mann unnötigerweise spottend und nahm mit Genugtuung wahr, wie sich der weiße Stoff der Hose am rechten Bein gefährlich schnell Rot verfärbte und der Dieb es nur schwach belastete.
Diese Schlacht war für diesen sogut wie verloren...

Immer schwerer ging der Atem des jungen Diebes, während dieser die Cardgun weiterhin fest in der behandschuhten Hand hielt und den anderen nicht aus den Augen ließ.
Nur ein schwacher Funken Verunsicherung zeichnete sich in diesen ab angesichts der Erkenntnis, dass Snake offensichtlich auch mit Links klarkam.
Er hoffte wirklich, dass er sich nicht überschätzt hatte...
‚Huh..? Wen haben wir denn da..?’, entdeckte er jedoch plötzlich einen blonden Haarschopf aus den Augenwinkeln heraus, der zwischen einem Baum und einem Gebüsch kurz aufblitzte, zufälligerweise genau dort, wo er kurz zuvor schon das Geräusch vernommen hatte...
„Was ist?“, riss ihn die tiefe Stimme des Killers vor sich aus den Gedanken, der scheinbar nicht bemerkt hatte, dass noch jemand ihrer „Unterhaltung“ beiwohnte.
Stattdessen behielt ihn der Mann die ganze Zeit gut im Auge, nahm jede seiner Bewegungen wahr, um notfalls auf diese parieren zu können.
„Nichts ist, nur, dass ich mich jetzt verabschiede, Snake...“, antwortete der schwarzhaarige Dieb so lässig, wie möglich, auch wenn ein angestrengter Unterton weiterhin vorhanden war.
Doch die Verletzung ignorierend umfasste KID den Saum seines im Winde flatternden Umhangs mit Zeige- und Mittelfinger und zog diesen, fast schon schützend vor sich, während er unbemerkt eine kleine graue Kugel zu Boden fallen ließ, die sogleich ihre Wirkung zeigte.
Sofort stieg dichter, grauer Rauch auf, hüllte die Stelle des Diebes vollkommen ein und ließ nur wenig Blickfreiheit auf ihn zu, bis auf einmal ein Schuss in Mitten des Nebels gezielt, gleichgültig ob das Ziel getroffen würde oder nicht, ertönte.
Aber der kurze, erstickte Schrei KIDs machte jedem schnell klar, dass die Kugel ihr Ziel getroffen hatte, während sich der Dieb selbst nun dankbar in die Tiefen des dunklen Meeres unter sich fallen ließ...

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Tags: fanfics, kaito, saguru
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