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Schwarze Nemesis I - Smaragdener Fluch - Kapitel 18

So, der letzte Spam der fl für heute Abend. *schnarch*

Titel : "Schwarze Nemesis I - Smaragdener Fluch"
Kapitel : 18
Autor : Nightingale
Pairing : Kaito x Conan/Shinichi
Rating : PG-14
Wortanzahl: 1.160
Warnungen: dark, lime
Disclaimer: Nicht nur die Rechte an den Charakteren, sondern auch jeglicher materieller Gewinn gehört nur dem Schöpfer dieser allseits beliebten und geliebten Serie, Aoyama Gôshô, und seinen Verlegern/Lizenznehmern, spulte die kleine Nachtigall ihren Text mittlerweile recht lustlos ab.






Als sich im Anwesen der Kudôs die Badtür öffnete, folgte eine dichte Wolke warmen Wasserdampfes einem sehr glücklichen Shinichi auf den Flur. Die heiße Dusche hatte dem Jugendlichen nicht nur seine alte Kraft wiedergegeben, die er seit der Verwandlung so vermisst hatte, er fühlte sich - im wahrsten Sinne des Wortes - wie neugeboren!
Mit noch feuchten Haaren suchte der junge Detektiv in seinem alten Zimmer nach Klamotten, entschied sich schließlich zufrieden nickend für seine Lieblingskombination, eine blaue Hose mit weißem Hemd.
Wie sehr hatte er sein Zimmer in seinem Haus mit seinen gewohnten Kleidern vermisst...
Dass er alles in relativ gutem Zustand wiederfand lag daran, dass seine Eltern irgendwann im Laufe der Zeit eine Putzkolonne eingestellt hatten, die einmal im Monat das Haus durchputzte, ansonsten wäre das Anwesen sehr schnell unbewohnbar geworden. Somit hielt sich der Staub, den er dann doch noch auf den Möbeloberflächen fand, in Grenzen.
Liebevoll strich sein Blick über seine Habseligkeiten, das Fußballposter über seinem Bett, ein paar vereinzelte Bücher auf dem Nachttisch, auf dem Schrank ein Fußball mit dem Autogramm seines Lieblingsfußballspielers...
Doch am meisten vermisste er etwas ganz anderes, obwohl er es erst vor wenigen Minuten das letzte Mal gesehen hatte...


Kaito stand in der Bibliothek und blätterte gerade in einem Buch, als Shinichi ihn fand. Der Anblick, der sich dem jungen Detektiv bot, verzauberte ihn völlig: Der Dieb lehnte in Gedanken versunken an einem Regal neben einer der Bibliotheksleitern und las in einem Roman, den er scheinbar wahllos unter den unzähligen anderen ausgesucht hatte. Er hatte sich von Shinichi eine anthrazitgraue Hose und ein schwarzes Hemd geliehen, die ihm wie angegossen passten, sein Haar war ebenfalls noch feucht, anscheinend war er mit dem duschen schneller fertig geworden. Völlig vertieft in die Geschichte schien er nicht zu bemerken, dass sich sein Freund eben von hinten anschlich um ihn zu überraschen, doch gerade als dieser seine Hand um seine Hüfte schließen wollte, schoss die Hand des Zauberers blitzschnell vor und packte die des anderen, wirbelte ihn mit Schwung herum.
Bevor er wusste, wie ihm geschah, fand sich Shinichi mit dem Rücken zur Leiter wieder, halb auf einer Sprosse sitzen, halb stehend, über ihm ein wie immer grinsender Kaito, der in der einen Hand noch immer das Buch, mit der anderen aber seinen rechten Arm festhielt.
"Wow!" Das war das einzige, was der verblüffte Jugendliche zustande brachte, doch der junge Magier freute sich wie ein Honigkuchenpferd darüber, den Streich so zu seinen Gunsten umgekehrt zu haben! Shinichi warf einen Blick auf den Titel des Bandes, und strahlte, als er den Roman wiedererkannte.
"Du liest das ‘Zeichen der Vier‘? Das ist mein Lieblingsbuch! Kennst du es schon? Meiner Meinung nach ist das Sir Arthur Conan Doyles Meisterwerk, was denkst du?" Wenn es um Kriminalromane ging, hätte Shinichi stundenlang weiterreden können, doch zu seiner Verwirrung legte Kaito das Buch ohne einen Kommentar zurück auf das Regal, erst dann widmete er sich wieder seinem Freund zu, unterbrach seinen Redefluss, indem er ihm einen Finger auf den Mund legte.
"Sssh..."
Strahlend blaue Augen in der Farbe von Lapislazuli blickten in meerblaue, bevor sich ihre Lider schwer senkten, dann, weiche Lippen drückten aufeinander, schüchtern, zärtlich, als wäre es das erste Mal. Lange dauerte dieser zarte Kuss, als wolle ihn keiner der beiden freiwillig beenden, bis sich ihre Lippen schließlich zögernd wieder voneinander trennten...
Ein Geräusch schreckte sie auf!
Gleichzeitig schossen ihre Köpfe herum, Richtung Tür, wo der überraschte Eindringling mit schreckensbleichem Gesicht stand, seine weiße Sporttasche eben geräuschvoll aus den Händen geglitten.
"Hattori?!" Shinichi fand als erster seine Sprache wieder, wenn es auch nur für einen entsetzten Aufschrei ausreichte. Im Türrahmen stand gerade sein Detektivkollege aus Ôsaka, komplett mit weißer Schirmmütze und Reisetasche, und es war kein großes kriminalistisches Gespür notwendig um zu wissen, warum er ein so entsetztes Gesicht machte!
"Kudô? Was... Seit wann bist du...?", stotterte der Kansaianer, bevor er endlich seine Fassung wiedererlangte, doch seine Gesichtsfarbe verriet, dass er seinen Schock noch immer nicht überwunden hatte.
Verlegen löste sich Shinichi aus der Umarmung Freundes, auch wenn leugnen jetzt zwecklos war, mit hochrotem Kopf wagte er den schwachen Versuch einer Rechtfertigung:
"Ich... Tut mir leid, dass ich dir nicht früher Bescheid gesagt habe, ich habe erst heute das Gegenmittel zu meiner Schrumpfung eingenommen, ich wollte es dir noch sagen, aber..."
Mit seltsam unbewegter Miene unterbrach der braunhaarige Jugendliche seinen stammelnden Kollegen, deutete mit dem Kopf auf Kaito, der mit verschränkten Armen gelassen das Schauspiel beobachtete.
"Willste mir deinen... "Freund" da nich' vorstellen?"
Mit noch röteren Wangen zuckte Shinichis Kopf zu dem Zauberer hin, als ob er dessen Anwesenheit völlig vergessen hätte. Typisch Kaito, dachte der junge Detektiv ärgerlich, stand da als ob ihn das Ganze nichts angehe, ihm war wohl auch nichts peinlich!
"Ähm, sicher. Hattori, das ist Kuroba Kaito, Kaito, das ist Hattori Heiji." Dass niemand antwortete, Heiji ihn weiterhin mit steinerner Miene ansah und Kuroba keinen Anschein machte, seinem Freund aus der peinlichen Situation zur Hilfe zu eilen, half Shinichi nicht wirklich dabei sich wohler zu fühlen, sein Kopf schien vor lauter Scham die Mitarbeit zu verweigern.
"Es tut mir leid, dass ich dir noch nichts gesagt habe, aber dein Besuch kam ebenfalls ziemlich überraschend und..."
"Schon okay!", beendete der Ôsakaner endlich sein Schweigen, den Blick gesenkt, "Tut mir leid, dass ich so reingeplatzt bin, die Tür war nur offen und dein Mädel... Ich meine Ran, hat am Telefon gesagt, dass Conan zu seinen Eltern zurückkehrt, da bin ich gleich in den Zug hierher..." Er unterbrach sich, um tief Luft zu holen, beinahe entschuldigend fuhr er fort:"...aber das war wohl'n Fehler! Tut mir Leid, wird nich' wieder vorkommen, ich fahr jetzt wieder zurück nach Ôsaka." Er griff nach seiner Tasche am Boden, verbeugte sich noch einmal knapp und sehr steif vor Kaito und drehte sich um. Mit einem letzten Blick über die Schulter schaute er seinen alten Freund und Kollegen unergründlich an, sprach schließlich mit trauriger Stimme:
"Leb wohl, Shinichi!" Dann trat er leise durch die Tür.


Erst jetzt reagierte Shinichi, schüttelte den Schrecken ab, der ihn bei Heijis ungewöhnlich ernstem Abgang ergriffen hatte. Er hatte ihn das erste Mal bei seinem Vornamen genannt, und war das ein feuchter Schimmer in seinen Augen gewesen? War es denn so schlimm für ihn, dass er einen Jungen liebte? Und was sollte das ‘Lebewohl‘?
"Warte...!", schrie er ihm zu, doch als er seinem bestem Freund in den Flur hinterher rennen wollte, hielt ihn Kaito am Arm zurück.
"Was...", fragte er den Dieb verwirrt, er musste sich beeilen, sonst wäre Heiji weg, vielleicht für immer...
"Geh nicht!", bat ihn Kaito eindringlich, sein Blick flehend.
"Aber..." Doch weiter kam er nicht, denn sein Mund wurde von einem verzweifelt verlangendem Kuss verschlossen, jeder Widerstand war zwecklos, Kaito drängte sich zwischen die zusammengepressten Lippen seines Liebhabers, suchte nach seiner Zunge, um sie zu einem leidenschaftlichen Spiel herauszufordern, bis Shinichi endlich jeden Widerstand aufgab und sich ganz den Liebkosungen seines geliebten Widersachers hingab.
Im Hintergrund hörte man nur noch das leise Zuschnappen des Türschlosses.




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Tags: fanfics, kaito, shinichi
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